15 Sep 2014

IMG_7351ed2 IMG_7386ed ed-7128 IMG_7137edkomp IMG_7422ed2 IMG_7161ed3 IMG_7154ed IMG_7199ed3komp IMG_7156ed IMG_7168ed IMG_7146ed-2 1. Bei jedem Spaziergang übers Volksfest muss ich unwillkürlich an den Moment denken, als man eine 10-jährige Amelie heulend und schreiend aus dem Kettenkarussell am Münchner Oktoberfest holen musste, weil sie die Fahrt vor lauter Panik nicht aushielt. | 2. & 5. Die Fellkugeln, die ihre Nahrungsaufnahme neben Muttermilch nun auch auf Katzenklo-Streu ausgedehnt haben. | 3. Abholkommando am Flughafen für den kleinen Bruder. | 4. Im Salzburger Museum der Moderne mit T. Im Hintergrund steht Simone Fortis "Onion on glass bottle", die eben genau das ist. | 6., 7., 9. & 10. Wanderung auf den Hochgern und anschließende Stärkung mit selbstgemachtem Blaubeerkuchen (und dem coolsten Geschirr) auf der Hütte. | 8. Alte Schultafel, die ich bei meiner Oma gefunden habe. Vom Dreck der letzten 30 Jahre und etlichen Spinnen befreit hat sie einen neuen Ehrenplatz in meiner Küche bekommen. | 11. Die eigenen Zwetschgen zu Marmelade verarbeiten. Als ich es in meiner Wohnung allein vesucht habe und dann 10 Minuten ins Wohnzimmer ging.. Nein, lassen wir das. Memo an mich fürs nächste mal: Lasse Marmelade niemals (!) unbeaufsichtigt, außer du stehst auf Raucharoma. // Und damit verabschiede ich mich für die kommende Woche in einen hoffentlich sonnigen Kurzurlaub nach Italien. Wir lesen uns!


1. Everytime when I'm on a funfair it reminds me of the day when I was 10 years old and the staff at the munich octoberfest actually had to stop the ride on the
swing carousel for me, as little Amelie was screaming her heart out and being scared to death haha. | 2. & 5. The lilttle furballs that have now discovered cat litter as their new favourite kind of "food". | 3. Welcoming my little brother at the airport. | 4. A daytrip to Salzburg in Austria. | 6., 7., 9. & 10. Hiking in the mountains and afterwards rewarding ourselves with the best selfmade blueberry cake at the alp. | 8. An old chalkboard I found in my grandmother's basement. After getting rid of the past 30 year's dirt, it has now its own very special place in my kitchen. | 11. Making jam with the plums that we've been growing in our own garden at home. //  For the next couple of days I will be off to a hopefully sunny Italy. I'll be back with lots of pictures and see you soon!

10 Sep 2014

IMG_7252ed3komp3 IMG_7338ed3 IMG_7291ed3 IMG_7268edkomp3 IMG_7298ed3 IMG_7320ed3 IMG_7281edkomp3 IMG_7327ed3 IMG_7288edkomp3 gladiolus from the flower field | jacket: mum's old (similar)| backpack: fjällräven | blouse: zara (similar) | scarf: pieces | shoes: vans | trousers: asos | watch: daniel wellington

An dieser Stelle nochmal ein großes Danke für das zahlreiche Feedback zum letzten Post! Ich hab mich (als jemand, der sich mit dem Schreiben nicht allzu leicht tut) wirklich sehr über eure Rückmeldungen gefreut und mir fest vorgenommen, auch in Zukunft öfter Texte zu veröffentlichen. Ich wünsch euch was ihr Lieben!

3 Sep 2014

Die Sache mit Instagram

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Ich führe eine Hassliebe mit Instagram. Nur zu gern klicke ich mich durch allesamt bunter Bilder alltäglicher Belanglosigkeiten, aufgehübscht mit Zierrahmen und Vintage-Filter. Doch etwas stört mich gewaltig daran. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Instagram so furchtbar falsch ist.

Das Netzwerk funktioniert für die meisten nach einem Prinzip: Schaut her, meine Wohnung, mein Essen, meine Kleidung, mein Gesicht. Ein bisschen Humor hier, ein wenig Kultur da. Wir basteln uns das perfekte virtuelle Spiegelbild und werden zu makellosen Wesen ohne Fehler. Mit uns selbst hat das aber meist nichts mehr zu tun.
Und deswegen, denn nur so kann ich es mit mir vereinbaren, weiterhin dort Bilder zu posten, mal eine kleine Prise unausgesprochene (wenn auch hoffentlich offensichtliche) Wahrheit:

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Auch ich esse nicht jeden Morgen an einem wunderschön gedeckten Frühstückstisch. In Wahrheit ist das vor mir meistens eine undefinierbare Müsli-Obst-Pampe, die aber mindestens genauso gut schmeckt, als hätte ich die Himbeeren spiralförmig auf den Teller drapiert und das Ganze #homemadegranola getauft. Nur auf dem Foto macht sie sich halt nicht schön, da hilft der Filter auch nichts mehr. 


Und ich bin mir sicher, ich bin nicht die Einzige, die erst gefühlte 50 Selbstportraits aufnimmt, bevor sie sich nach langem hin und her für das eine Selfie (brr ich mag dieses Wort nicht) entscheidet, auf dem sie so natürlich und unaufgeregt aussieht. 

Wenn ich lerne, dann liegt da nicht nur ein Buch mit schönen Einmerkerln auf dem Tisch. Wenn ich lerne, dann ist da mehr Bücher als Tisch, und zum Milchschaum aufschlagen habe ich dann auch keine Zeit. 


Genauso ordnen sich auch meine Geburtstagsgeschenke nicht von selbst mosaikförmig auf dem Tisch an, das ist vielmehr meinem „Es sieht schön aus. Es passt farblich zusammen. ICH MUSS ES FOTOGRAFIEREN“- Reflex geschuldet. Ich habe also 10 Minuten mühsam rumsortiert, während mein Freund sich neben mir schlapp gelacht hat über den Aufwand, den ich wegen eines Handyfotos veranstalte. Dass ich dabei noch saumäßig blöd auf einem Stuhl balanciert bin, um den ganzen Ausschnitt aufs Bild zu bekommen, muss der Vollständigkeit halber wohl gesagt werden. 

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Vermutlich wisst ihr, wovon ich rede. Die Verlockung ist einfach zu groß, sich die eigene wunderschöne Seifenblasenwelt zu konstruieren, in der jeden Tag die Sonne scheint und frische Blumen auf dem Tisch stehen. Selbstdarstellung ist das Stichwort. Wer will schon nicht diese beschönigte, aufgehübschte Version des eigenen Ichs, ohne all die nervigen Attribute, die man im echten Leben mit sich trägt. 

Und was nun tun dagegen? Ich bin für eine gute Mischung aus ein wenig Selbstironie, Medienkompetenz und alles-nicht-so-ernst-sehen. Denn das ist glaube ich mein größter Fehler. Ich sollte Instagram einfach als das akzeptieren, was es ist: Ein weiteres soziales Netzwerk, auf dem man sich mit seichten Bildern die Zeit vertreiben kann. Und seine guten Seiten hat die Fotomanie ja auch. Immerhin gibt uns Instagram die Chance, Personen zumindest zu einem gewissen Teil besser kennen zu lernen – und sei es nur der Blick in die unaufgeräumte Wohnung über die Schulter des Spiegel-Selfies. 

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Wider Erwarten war ich in letzter Zeit erstaunlich konsequent was die Fotoposterei betrifft. Deswegen hier die Schnappschüsse, die es nicht online geschafft haben. Alle Pendants und andere Bilder findet ihr unter instagram/_lamiranda

Ich wünsch euch was!
Copyright Amelie Niederbuchner 2017